Aromatherapie Ausbildung für
Ärztinnen und Ärzte
Die Aromatherapie stellt als spezieller Teil der Phytotherapie ein Bindeglied zwischen konventioneller Medizin und Komplementärmedizin dar und ist darüber hinaus eine der am schnellsten wachsenden Methoden. Eine Definition beschreibt die therapeutische Anwendung von Duftstoffen für die Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten, Infektionen und Beschwerden durch Inhalation (Buchbauer, 1996). Diese strikte Beschreibung der Aromatherapie nimmt aber keinen Bezug auf die Massage oder auf die Absorption von ätherischen Ölen durch die Haut und ihre Effekte auf Zielorgane. Diese weiter gefasste Definition der Aromatherapie steht jedoch in vielen Ländern Europas und in Nordamerika im Vordergrund.
Der Begriff "Aromatherapie" wurde 1937 von René-Maurice Gattefossé in seinem Buch "Aromatherapie" erstmals publik gemacht. Für Gattefossé beruhte die Aromatherapie auf dem Duft von ätherischen Ölen und Parfums und ihren antimikrobiellen, physiologischen und kosmetischen Eigenschaften. Das Concise Oxford Dictionary benutzte 1995 eine für die Praxis bedeutsamere Definition: Verwendung von aromatischen Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen in der Massage und bei anderen Behandlungen. Vom Sense of Smell Institute (SSI), USA, wird Aromatherapie als Anwendung von aromatischen Substanzen für die Behandlung von physischen und psychischen Beschwerden definiert. Shirley und Len Price, UK, definierten 1993 Aromatherapie als kontrollierte Anwendung von ätherischen Ölen, um durch ihren positiven Einfluss Gesundheit zu erhalten sowie Körper, Geist und Seele zu revitalisieren. Diese Aspekte der Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung auf körperlicher, geistig-emotionaler und spiritueller Ebene werden von zahlreichen Experten mitgetragen (Lawless, 1994; Worwood, 1996, 1998; Hirsch, 1998).