Aromatherapie Ausbildung für
Ärztinnen und Ärzte | Teil 2
Die Aromatherapie ist medizinisch und juristisch ein Teilgebiet der standardisierbaren
Phytotherapie, die ihre Medikation bzw. Medikamente in folgenden Prämissen
sehen will (PD Jürgen Trott-Tschepe, Berlin, 2002):
- Garantie der Reinheit des Öls durch biochemische Analysen
- Teilweise von Tierversuchen abgeleitete Wirkungsweisen
- Normierte Indikationstabellen
- Wirkungsbeschreibungen durch generalisierbare, statistisch relevante Versuchsreihen bei Testpersonen
- Gewissenhafte Prüfung der Toxizität
- Forschungsschwerpunkt: Pathophysiologie
- Anerkennung emotional-psychischer Wirkungen in neuro- und immunphysiologischem Zusammenhang
- Orientierung des Wirkungs- und Anwendungsspektrums am Krankheitssymptom
- Relativierung von erfahrungsheilkundlichen Anwendungsergebnissen
Die orale Einnahme von ätherischen Ölen erfordert von Seiten des medizinisch ausgebildeten Aromatherapeuten besondere Kenntnisse und Erfahrungen. Französische Aromatherapeuten lassen bevorzugt Kapseln mit ätherischen Ölen herstellen, die sich je nach Material im Magen, Dünndarm oder Dickdarm auflösen und ihren aromatologischen Inhalt freisetzen. Eine interessante Variante ist die Verabreichung von Heilkräuter-Tees mit Honig und einigen wenigen Tropfen ätherischer Öle. Durch den Tee wirken die wässrigen Heilkräfte der Pflanze. Honig besitzt eine ausgezeichnete Eigenwirkung und fungiert in dieser Kombination als Emulgator. Die ätherischen Öle können sicher und zuverlässig zugeführt werden. Indikationen und Kontraindikationen müssen aber strikt eingehalten und Maximaldosen beachtet werden.