Rhinotopische Aromatherapie
Die Rhinotopische Aromatherapie ist eine spezielle Methode der
Medizinischen Aromatherapie, bei der ausgewählte
Ätherischölmischungen mit fetten Pflanzenölen oder Hydrolaten in
adäquater Konzentration und Frequenz der Anwendung nach
Inspektion der Nasenhöhle und Verträglichkeitstest in die untere
Nasenhöhle appliziert werden. Die topische Applikation erfolgt mit
gebotener Vorsicht mit einem benetzten Wattestäbchen.
Primäre Indikationen:
1. Infektionen der oberen Atemwege
2. Allergie der oberen Atemwege
3. Funktionsstörungen und Atrophie der Schleimhäute in den oberen Atemwegen
4. Immunmodulation
5. verstärkte Wirkung auf das Archipallium
Archipallium und limbisches System:
Das Archipallium gehört als phylogenetisch alter Anteil des Cortex
(Hirnrinde) zu den Strukturen des limbischen Systems, das einen
doppelten Ring um die Basalganglien und den Thalamus bildet und zu dem
auch subkortikale Strukturen medial der Hemisphären zählen.
- Hippocampus: Zusammenfluss von Informationen aus verschiedenen sensorischen Systemen, Gedächtniskonsolidierung, Generierung von Erinnerungen, räumliche Orientierung
- Fornix: Einspeicherung von Gedächtnisinhalten, Lernen; selektiert und moduliert die Funktion der Hippocampusformation
- Corpus mamillare: Gedächtnisvorgänge
- Corpus amygdaloideum (Mandelkern): Entstehung der Angst, emotionale Bewertung und Wiedererkennung von Situationen, Analyse möglicher Gefahren, Verarbeitung externer Impulse, Einleitung vegetativer Reaktionen durch Beeinflussung von Sympathikus und Parasympathikus, Wahrnehmung von affekt- und lustbetonten Empfindungen, Erhöhung von Vigilanz und Aufmerksamkeit, Stressantwort
- Nuclei anterioventrales des Thalamus: wichtige Schaltzentrale für sensible,
sensorische und motorische Informationen,
"Tor zum Bewusstsein" (Filterfunktion), Schmerzkontrolle